Projekt

Das Rechercheprojekt Unsichtbares Handwerk geht Geschichten von Wiener Handwerksbetrieben nach und setzt sie in Beziehung zur baulichen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt.

Das Projekt erforscht die Rolle der Produktionskultur für die Entwicklung der innerhalb des Gürtels gelegenen Bezirke Wiens. Im Zuge der Recherche werden Handwerksbetriebe und ihre Kooperationsnetze erkundet, ihr spezifisches Wissen dokumentiert und mit Hilfe von verschiedenen Vermittlungsformaten wie Ausstellungen, Stadtspaziergängen und Workshops für ein interessiertes Publikum sicht- und erfahrbar gemacht. Eine Plakatserie im öffentlichen Raum stellte HandwerkerInnen, ihre individuelle Geschichte und ihre spezifischen Zugänge in den Mittelpunkt. Mit einem gedruckten Faltplan und der Website wurde das recherchierte Netzwerk visualisiert und abrufbar gemacht. Darüber hinaus wurde mit Gesprächscafés und Vernetzungsaktivitäten der Austausch zwischen den (alten und neuen) Betrieben gefördert.

Das Projekt versucht, die Wechselbeziehung zwischen der baulichen Struktur („Hinterhofindustrie“), der netzwerkartigen Produktionsorganisation und dem unternehmerischen Geschick der einzelnen Personen sichtbar zu machen. Ziel ist es, das kulturelle Erbe der ehemaligen Reichs- und Residenzstadt Wien freizulegen und die gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung für Design und Handwerk und deren Bedeutung für die Qualität der Nahversorgung und städtischen Infrastruktur bewusst zu machen und zu stärken.


Team

Projektleitung & -organisation: Johanna Reiner
Mitarbeit, Redaktion: Sophia Zinganel
Recherche, Foto- Videodokumentation: Iklim Dogan
Organsiation & Administration: Renée Patschok
Wissensvermittlung & Workshops: Andreas Lorenzi

Credits

Ein Projekt von Johanna Reiner, Eintagsmuseum, in Kooperation mit René Patschok, Lebendige Lerchenfelder Straße. Unterstützt durch: powered by Josefstadt, Kulturförderung Josefstadt und Wien Neubau und Cross8 (Einkaufstraßenvereine Alser Straße, Josefstädter Straße und Lerchenfelder Straße)

Gefördert aus Mitteln der Stadt Wien durch die Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien, mit Unterstützung der Wirtschaftskammer Wien


Johanna Reiner ist Künstlerin und Kuratorin in Wien und studierte an der Akademie der bildenden Künste. 2015 begann sie sich für die handwerkliche Vorgeschichte des Bezirks Ottakring zu interessieren, wo sie eine ehemalige Gießerei als Atelier gemietet hatte. Seither hat sie die Beschäftigung mit Handwerk im Wiener Stadtgebiet nicht mehr losgelassen. Gemeinsam mit der ehemaligen Gebietsbetreuung für den 7., 8. und 16. Bezirk und weiterhin mit Unterstützung durch René Patschok und die Lebendige Lerchenfelder Straße erforschte sie die Bezirke Neubau und Josefstadt. Neugierig schloß sich eine immer größer werdenden Gruppe von aktiven HandwerkerInnen und interessierten BewohnerInnen der Beforschung an. www.eintagsmuseum.net